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Geschichte

Überblick

Die Ursprungssiedlung im Rodungsbezirk am Rande der Kölner Erzdiözese wird 1048 der Wisnerofanc genannt und kam möglicherweise kurz vor 1200 an die Herren von Aremberg, Burggrafen von Köln. Nach deren Aussterben 1281 zog das Erzstift Köln das Kirchspiel Wissen links der Sieg mit der Burg Schönstein, heute allgemein Schloß genannt, als erledigtes Lehen ein. Der rechts der Sieg gelegene Teil des Kirchspiels blieb den Herren von Wildenburg. Mit Schönstein erwarb die Linie Werther des Hauses Hatzfeldt-Wildenburg auch Wissen links der Sieg als kurkölnisches Lehen. Nach dem nassauischen (1803) bzw. Großherzogtum Berg’schen (1806) Zwischenspiel wurden beide Teile des Kirchspiels 1815 unter preußischer Herrschaft vereinigt.

Verwaltungssitz

Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde ist die Stadt Wissen (Stadtrechte seit 19. April 1969), die zugleich die Funktion eines Mittelzentrums erfüllt und gewerblicher Entwicklungsort ist.

Wirtschaft

Die Wirtschaftsstruktur der Verbandsgemeinde war bis zur Stillegung der Eisenerzgruben 1964 einseitig vom Bergbau geprägt. Als Folge bildete die Montanindustrie einen gewerblichen Entwicklungsschwerpunkt. Bis zur Schließung 1993 war die Firma Krupp-Hoesch größter Arbeitgeber der Stadt. Das einst modernste Stahlwerk Europas wurde sukzessive stillgelegt. Ein Großteil der Fläche ist jedoch nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen als attraktives Gewerbegebiet ausgewiesen in dem sich auch mittlerweile eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen angesiedelt haben.

Städtepartnerschaften

Wissen, seit 1969 Stadt, pflegt eine rege Partnerschaft mit Chagny (Burgund, Frankreich), seit Mai 1983 mit Letchworth (Hertfordshire, England) und seit 2000 mit Krapkowice (Polen).

Die Ortsgemeinde Katzwinkel (Sieg) pflegt seit September 1995 eine Partnerschaft mit Kefferhausen und die Ortsgemeinde Mittelhof seit Mai 2003 mit Pietna (Polen).