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Ortsgemeinde Birken-Honigsessen

Die Ortsgemeinde Birken-Honigsessen liegt etwa 80 km südöstlich von Köln und etwa 32 km südwestlich von Siegen. Nördlich grenzt die Ortsgemeinde unmittelbar an das  Bundesland Nordrhein-Westfalen. In südwestlicher Richtung grenzt Birken-Honigsessen an das Gemeindegebiet der Stadt Wissen, in südöstlicher Richtung an das Gemeindegebiet der Ortsgemeinde Hövels und in östlicher Richtung an das Gemeindegebiet der Ortsgemeinde Katzwinkel (Sieg).

Statistik & geografische Lage

Fläche und Flächennutzung

Die Ortsgemeinde Birken-Honigsessen hat eine Fläche 18,14 Quadatkilometern.

Hiervon sind 60,7 % Waldfläche, 28,1 % Landwirtschaftsfläche, 10,8 % Siedlungs- und Verkehrsfläche und 0,4 % Wasserfläche.

Einwohnerzahl

In der Ortsgemeinde leben 2.540 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 30.06.2025; Haupt- und Nebenwohnungen), von denen 1.260 Frauen und 1.280 Männer sind.

Die Stadt weist folgende Altersstruktur auf:

Alter

Anteil

 
unter 20 Jahren 17,40 %
20 bis 39 Jahre 21,02 %
40 bis 59 Jahre 27,32 %
60 bis 79 Jahre 26,93 %
über 80 Jahre 7,32 %

Die Bevölkerungsdichte liegt bei 140,0 Einwohner je Quadratkilometer.

Angaben von rlpDirekt

Statistisches Landesamt

Sie haben die Möglichkeit, durch Anklicken des nachstehenden Links, statistische Informationen zur Ortsgemeinde Birken-Honigsessen aus dem Portal des Statistischen Landesamtes zu beziehen:

Angaben des Statistischen Landesamtes

Geografische Lage

Die Ortsgemeinde Birken-Honigsessen ist eine von 5 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Wissen, welche im Landkreis Altenkirchen und im Übergangsgebiet nördlicher Westerwald liegen.

Birken-Honigsessen ist entstanden und zusammengewachsen aus den zwei Einzeldörfern Birken und Honigsessen, die nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen liegen.

Die Ortsgemeinde ist gekennzeichnet, durch die durch den ganzen Ort führende Hauptstraße von Ortseingang bis Ortsausgang.

Bürgermeister, Beigeordnete & Rat

Herr Harald Reuber

Beigeordneter

Informationen zu dem Ortsgemeinderat und den Ausschüssen der Ortsgemeinde Birken-Honigsessen finden Sie in unserem Rats- und Bürgerinformationssystem.

Wappen

Seit dem 15. Dezember 1988 führt die Ortsgemeinde Birken-Honigsessen ein Wappen.

Wappenbeschreibung

Silbernes Feld, durch eingebogene grüne Spitze, darin eine silberne Zeltdachkirche, gespalten. Links zwei grüne schräggekreuzte Ähren, rechts eine schwarze geöffnete Brammenzange.

Wappenbegründung

Die Zeltdachkirche soll auf die im Jahre 1930 nach den Entwürfen des bekannten Kölner Diözesanbaumeisters Professor Dominikus Böhm erbaute katholische Kirche in Birken hinweisen, die mit ihrem kupfernen Zeltdach in der damaligen Zeit einmalig war. Die Ährengarben symbolisieren die Landwirtschaft, die in der Gemeinde von Bedeutung ist. Die Brammenzange erinnert daran, dass mehrere Generationen der Bevölkerung der Gemeinde seit 1912 im Walzwerk Wissen Arbeit und Brot fanden.

Geschichte

Zur Geschichte der Gemeinde Birken-Honigsessen und des gleichnamigen Doppeldorfes

Wenn junge Einheimische der Höhengemeinde Birken-Honigsessen und ebenso zu Besuch weilende oder durchreisende Fremde die Vorzüge, die das gleichnamige Doppeldorf bietet - wie beispielsweise die respektable Grundversorgung, die hervorragend ausgebauten Straßen und die schmucken Wohnhäuser in umgebender landschaftlicher Schönheit - als Normalität empfinden, so erahnen sie kaum, wie viel Willens- und Schaffenskraft bzw. Drang- und Mühsale es über Jahrhunderte bedurfte, um zu diesem anmutigen und zukunftsweisenden Erscheinungsbild zu kommen. Es ist wahrlich eine wundersame Erfolgsstory, wie sich die ursprünglichen Hofbezirke Birken und Bruchen, insbesondere seit Beginn der Preußenzeit (1817), zu dem Birken-Honigsessen der Gegenwart entwickelten!

Nach der Auflösung der Großgemeinde Wissen rechts der Sieg und der Bildung der eigenständigen Gemeinde Birken-Bruchen im Jahre 1952 – durch Volksentscheid im Jahre 1978 in Birken-Honigsessen umbenannt – wuchs die Bevölkerung bis in die 1990iger Jahre auf etwa 2.500 Einwohner, eine Zahl, die annähernd heute noch Bestand hat.

Getrost darf gesagt werden, dass die Menschen auf der im Volksmund so genannten „Birkener Höhe“ bis vor dem Ersten Weltkrieg – ja noch bis in die ersten Jahrzehnte nach dem 2. Weltkrieg - etwas abseits vom großen Weltgeschehen lebten, obwohl das durchaus keine abwertende Feststellung für Rückständigkeit sein soll! Siehe nur einmal unsere Kirche, die seit 1930 fast avantgardistisch in die Zukunft deutet!

Und auch sonst gab es auf der „Birkener Höhe“ immer eine Aufgeschlossenheit für neue Ideen. Dennoch wurde Heimatverbundenheit und Tradition großgeschrieben! Und das ist durchaus kein Fehler! Die Ursache für die damalige Abgeschiedenheit des Dorfs lag in der Tatsache, dass es von Birken und Honigsessen aus keinerlei öffentliche Verkehrsanbindung gab, weder nach Wissen noch nach dem jenseits der nördlichen Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen gelegenen Morsbach. Die Menschen lebten hier einfach oberhalb 300 Meter über Normalnull und durften deshalb mit Recht von sich behaupten, um es in Worten des ehemaligen Dorfschullehrers Max Rheinländer auszudrücken, dass sie immer auf der Höhe waren!

Die Wurzeln des Doppeldorfs gehen zurück auf die heute noch landläufig so genannten Ortsteile „Birkener- bzw. „Honigsessener Hof“, von denen der erstere nach Quellenlage der eindeutig ältere ist (Birken: urkundliche Ersterwähnung 1371, Honigsessen: 1505). Bis Anfang des 19ten Jahrhunderts, dem Beginn des intensiven und systematischen Erzabbaus in den Gruben Stöckerdamm-Geyersecke / Eisenhardt, spielten sowohl die wenigen bescheidenden herrschaftlichen Pachthöfe des Weilers „Birken“ als auch der Einzelhof „Honigsessen“ in der regionalen Geschichtsschreibung jener Zeit eher ein Schattendasein.

Die Hofgemeinde „Birken“, die im Jahre 1848 nur 361 Einwohner zählte, gehörte seit dem Ende der französisch-napoleonischen Ära und der Einbringung in das Preußenreich politisch genauso wie die benachbarten Pendants „Bruchen“, „Holschbach“, „Nochen“ und „Hövels“ zur „Groß- oder Samtgemeinde Wissen rechts der Sieg“. Die Verwaltung oblag der Bürgermeisterei in Wissen.

Erst im Zusammenhang mit der am 01. Oktober 1952 neugebildeten Verbandsgemeinde Wissen - durch Zusammenlegung der Gemeinden Wissen links der Sieg und der Samtgemeinde Wissen rechts der Sieg - entstand durch Verschmelzung der Spezialgemeinden „Birken“ und „Bruchen“ die neue Ortsgemeinde Birken-Bruchen (Fläche: 1.897 Hektar, damalige Einwohneranzahl: 1391), die schließlich am 01. August 1978 in Birken-Honigsessen umbenannt wurde.

Die vorstehende Abhandlung über die Geschichte der Ortsgemeinde Birken-Honigsessen wurde uns von Herrn Erhard Böhmer, Birken-Honigsessen, zur Verfügung gestellt.

Impressionen aus der Ortsgemeinde