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Stadt Wissen

Stadt Wissen – lebendig, vielseitig, gut verbunden

Die Stadt Wissen ist Mittelzentrum gemäß rheinland-pfälzischer Landesplanung und die größte Kommune der gleichnamigen Verbandsgemeinde.

Alltag, Familie & Versorgung

Wissen bietet eine umfassende öffentliche Infrastruktur mit Kindertagesstätten (KITAs), Schulen, Sportstätten, Spielplätzen und mehreren Friedhöfen. Für ältere Menschen stehen mit dem Marienhaus Seniorenzentrum St. Josef Wissen und dem GFO Zentrum Wissen – Wohnen & Pflege St. Hildegard moderne Pflegeeinrichtungen zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch die GFO Klinik Wissen / St. Antonius Krankenhaus, eine psychiatrische Fachklinik.

Arbeiten, Einkaufen & Genießen

Vielfältige Einzelhandelsgeschäfte, Dienstleister, Handwerksbetriebe, Gastronomiebetriebe sowie traditionsreiche und moderne Industrieunternehmen sorgen nicht nur für eine gute Nahversorgung, sondern bieten auch zahlreiche Arbeitsplätze direkt vor Ort. Diese Verbindung von Lebensqualität und wirtschaftlicher Stärke macht Wissen zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort. Weitere Informationen finden Sie auf www.wisserland.de.

Freizeit, Kultur & Natur

Ob historische Bauwerke, kulturelle Veranstaltungen oder Freizeitangebote – in Wissen gibt es viel zu entdecken. Einen Überblick bietet die Seite Sehenswürdigkeiten & Freizeit. Das aktive Vereinsleben lädt zum Mitmachen ein, und die grüne Umgebung bietet Raum für Wanderungen, Radtouren und Erholung im Freien.

Mobilität & Anbindung

Der Bahnhof Wissen sorgt für eine direkte Anbindung an den Nahverkehr mit regelmäßigen Zugverbindungen in Richtung Siegen und Köln – ideal für Pendler und Besucher.

Internationale Verbindungen

Wissen unterhält Städtepartnerschaften mit Chagny in Frankreich, der Gartenstadt Letchworth im Vereinigten Königreich sowie Krapkowice in Polen.

Informationen & Mitgestaltung

Aktuelles aus dem Stadtgebiet, Sitzungstermine der städtischen Gremien sowie das geltende Ortsrecht finden Sie auf den Seiten Aktuelles, Sitzungen und Ortsrecht.

Weitere Informationen

Details zu Statistik & geografischer Lage, zur Stadtspitze mit Bürgermeister, Beigeordneten & Stadtrat, zum Wappen sowie zur Geschichte der Stadt Wissen finden Sie in den aufklappbaren Informationsbereichen weiter unten auf dieser Seite. Eine Galerie mit Impressionen aus allen Stadtteilen befindet sich am Seitenende.

Statistik & geografische Lage

Fläche und Flächennutzung

Die Stadt Wissen hat eine Fläche 34,9 Quadratkilometern.

Hiervon sind 56,6 % Waldfläche, 24,4 % landwirtschaftlich genutzte Fläche, 16,9 % Siedlungs- und Verkehrsfläche, 1,8 % Wasserfläche und 0,3 % sonstige Flächen.

Einwohnerzahl

In der Stadt leben 8.711 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 30.06.2025; Haupt- und Nebenwohnungen), von denen 4.337 Frauen und 4.374 Männer sind.

Die Stadt weist folgende Altersstruktur auf:

Alter

Anteil

 
unter 20 Jahren 19,36 %
20 bis 39 Jahre 23,53 %
40 bis 59 Jahre 26,06 %
60 bis 79 Jahre 24,02 %
über 80 Jahre 7,04 %

Die Bevölkerungsdichte liegt bei 249,6 Einwohner je Quadratkilometer.

Angaben von rlpDirekt

Statistisches Landesamt

Sie haben die Möglichkeit, durch Anklicken des nachstehenden Links, statistische Informationen zur Stadt Wissen aus dem Portal des Statistischen Landesamtes zu beziehen:

Angaben des Statistischen Landesamtes

Geografische Lage

Die Stadt Wissen liegt im nördlichen Teil von Rheinland Pfalz und umfasst eine Gesamtfläche von 34,9 Quadratkilometer. Wissen gehört dem Landkreis Altenkirchen an, dessen Ausläufer die nördlichste Grenze des Westerwaldes darstellen und einen Übergang zum Bergischen Land, sowie dem Siegerland bilden.

Wissen liegt an der Sieg, die im fünfzig Kilometer südwestlich gelegenen Rothaargebirge entspringt und bei Bonn in den Rhein mündet.


Bürgermeister, Beigeordnete & Rat

Herr Berno Neuhoff

Stadtbürgermeister

Herr Claus Behner

Erster Beigeordneter

Herr Horst Pinhammer

Beigeordneter


Informationen zu dem Stadtrat und den Ausschüssen der Stadt Wissen finden Sie in unserem Rats- und Bürgerinformationssystem.

Wappen

Seit dem 02. Oktober 1968 führt die Stadt Wissen ein Wappen.

Wappenbeschreibung

Schwarzes Andreaskreuz in silber.

Wappenbegründung

Der Wappeninhalt entspricht der Darstellung des Schöffensiegels von 1539, aufgrund der Zugehörigkeit Wissens zum Kurfürstentum Köln zur Zeit des alten Reiches wurden die kurkölnischen Farben gewählt. Mit der Beibehaltung des Wappens aus dem alten Schöffensiegel soll die Erinnerung an die Gerichtstradition (nach Schließung des Amtsgerichtes) festgehalten werden. Überdies ergibt sich eine Verbindung zu dem in der Gegend fast eintausend Jahre lang betriebenen Bergbau, da das Andreaskreuz ein bedeutsames Warnzeichen des Bergbaues ist.

Geschichte

Die Stadt Wissen findet erstmals in einer Urkunde des Staatsarchivs Hannover im Jahre 913 Erwähnung.

Auf Veranlassung der Auelgaugrafen wurden im Jahre 1048 ein Siedlungsbezirk am Rande der Kölner Erzdiözese durch Rodung von Wäldern erschaffen und "Wisnerofanc" genannt. Im Jahre 1176 wurde die Grundherrschaft auf die Herren von Aremberg, Burggrafen von Köln übertragen. Nach deren Ableben im Jahre 1281 wurde das Kirchspiel Wissen linksseitig der Sieg, zusammen mit dem Schloss Schönstein, durch das Erzstift Köln als erledigtes Lehen eingezogen. Im Jahre 1815 wurden die beiden Teile des Kirchspiels unter preußischer Herrschaft vereinigt, was die heutigen Grundzüge der Stadt Wissen zur Folge hatte.

Aufgrund der erheblich verbesserten infrastrukturellen Gegebenheiten im 19. Jahrhundert (Bau von Eisenbahntrassen, Ausbau von Straßen), siedelten sich die ersten Industriebetriebe in der Siegstadt an. Die Wirtschaft der Stadt Wissen war im 19. Jahrhundert vorwiegend monostrukturell durch den Eisenerzabbau geprägt. Als Folge bildete die Montanindustrie durch die Eröffnung des Kalt- und Warmwalzwerkes der Firma Krupp-Hoesch einen gewerblichen Entwicklungsschwerpunkt. Die hohen Förderkosten des Eisenerzes machten dessen Förderung unrentabel, sodass Mitte der sechziger Jahre das letzte Bergwerk im Wisserland schloss. Im Jahre 1993 wurde auch das einst größte Stahlwerk Europas, das zu Spitzenzeiten mehr als 2.500 Arbeiter beschäftigte, stillgelegt. Auf dem ehemaligen Werksgelände hat sich ein Transport- und Logistikunternehmen angesiedelt.

Des weiteren wurde durch die Stadt Wissen ein attraktives Gewerbegebiet erschlossen, auf dem sich eine Anzahl von mittelständigen Betrieben angesiedelt hat. Von wesentlicher Bedeutung für den Gewerbestandort Wissen sind unter anderem namhafte ortsansässige Firmen, die im Bereich der Schweißmaschinentechnik und des Containerbaus europaweit tätig sind, sodass sich in deren Umfeld eine Vielzahl von kleineren innovativen Unternehmen angesiedelt hat.

Die Stadt Wissen legt großen Wert auf internationale Verbindungen und pflegt seit dem 06.10.1968 eine Städtepartnerschaft mit Chagny (Burgund, Frankreich), seit dem 28.05.1983 mit Letchworth Garden City (Hertfordshire, England) und seit dem 27.05.2000 mit Krapkowice (Oberschlesien, Polen).

Städtepartnerschaften

Partnerschaften der Stadt Wissen

Die Stadt Wissen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zur Gemeinde Chagny (Frankreich/Burgund), zur Stadt Letchworth Garden City (England/Grafschaft Hertfordshire) und zur Stadt Krapkowice (Polen/Oberschlesien). Der INTERNATIONALE CLUB WISSEN e.V. wurde am 17. April 1968 gegründet und pflegt die Städtepartnerschaften auf Bürgerebene.

Die Stadt Wissen gehörte im Jahre 2004 zu den Siegern im Landeswettbewerb „Außerordentliche Leistungen auf dem Gebiet kommunaler Partnerschaften mit Kommunen in Osteuropa“. Der Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz würdigte in einer Feierstunde am 17. Juni 2004 das außergewöhnliche Engagement in der Partnerschaft mit der polnischen Stadt Krapkowice.

Städtepartnerschaft Wissen - Chagny

Chagny liegt im französischen Département Saône-et-Loire in der Weinregion Burgund. Der Ort zählt heute etwa 5.500 Einwohner.

Bild vergrößern: Wappen Chagny
Wappen Chagny

Die Anfänge der Partnerschaft

Die Anfänge der Partnerschaft reichen in das Jahr 1967 zurück. Damals wandte sich Mademoiselle Simone Pérotin, die Deutschlehrerin des College d’enseignement secondaire Chagny, an den Freundschaftskreis Rheinland-Pfalz/Burgund und bat um Vermittlung einer deutschen Schule, um einen Schüleraustausch zu beginnen. Von Wissener Seite hatte der damalige Stadtbürgermeister Dr. Karl-Friedrich Everke ebenfalls bereits den Freundschaftskreis um Vermittlung einer Partnerstadt in Burgund gebeten.

Bei beiden Kommunen wurden Gemeinsamkeiten festgestellt: Damals an Einwohner etwa gleich groß, gleiche industrielle und gewerbliche Struktur mit zentralörtlicher Bedeutung für das Umland. Ein großer Unterschied bestand allerdings: Chagny, eine Stadt des Weines – Wissen, eine Stadt des Bieres. Ein verbindender Unterschied – wie sich im Laufe der Jahre herausstellte.

Regelmäßiger Schüleraustausch

Nachdem beide Stadträte Ende 1967 durch Beschlüsse ihre Zustimmung zur Städtepartnerschaft gegeben hatten, trafen sich in beiden Städten Bürger zur Bildung von Vereinigungen, die fördernd und koordinierend die Städtepartnerschaft tragen sollten. In Chagny das Comité des liaisons internationales unter seinem leider viel zu früh verstorbenen Präsidenten Marius Jeunehomme und in Wissen der Internationale Club.

Im März 1968 besuchte Bürgermeister Dr. Everke während der Mi-Carême zum ersten Mal Chagny, während von dort im April Abbé Guy mit einer Mädchengruppe und Monsieur Jeunehomme als erste Chagnyer nach Wissen kamen. Am Abend des 2. Juli 1968 war es dann soweit: Mademoiselle Pérotin kam mit 20 Schülerinnen und Schülern und 2 Kolleginnen vom C. E. S. Chagny für 10 Tage zum ersten Schüleraustausch nach Wissen, damals noch mit der Bahn. Das war der Anfang eines von nun an regelmäßigen Schüleraustauschs, der jährlich vor Ostern Wissener Gymnasiasten und Realschüler nach Chagny und im September Schüler des C. E. S. Chagny nach Wissen führt und in dessen Verlauf bisher eine Vielzahl von Schüleraustauschen stattgefunden haben.

Historie der Partnerschaft

Im September 1968 statteten Bürgermeister Marcel Charollais und seine Frau Wissen einen ersten Besuch ab, bei dem die Verhandlungen über die offizielle Städtepartnerschaft erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

Am Sonntag, dem 6. Oktober 1968, fand im Rathaus Chagny in Anwesenheit beider Stadträte, von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Vertretern der Vereine die feierliche Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde statt.

Anlässlich der Stadtwerdung von Wissen am 19. April 1969 stattete uns der Stadtrat Chagny den ersten Gegenbesuch ab. Unsere französischen Freunde nahmen teil an den Stadterhebungsfestlichkeiten. Der 20. April 1969 war der „Tag der Partnerschaft“. In einer Feierstunde im Evangelischen Jugendheim wurde jene Partnerschaftsurkunde unterzeichnet, die heute zusammen mit den Partnerschaftsurkunden Wissen – Letchworth und Wissen – Krapkowice im 1. Obergeschoss des Rathauses zu besichtigen ist.

Die Städtepartnerschaft Wissen – Chagny hat sich zu einer der aktivsten im Lande entwickelt. Das zeigen die jährlichen Arbeitsberichte des Freundschaftskreises Rheinland-Pfalz/Burgund. Die deutsch-französische Kulturstiftung verlieh im Oktober 1978 in Paris beiden Städten die Ehrenmedaille in „dankbarer Anerkennung der beispielhaften Gestaltung ihrer deutsch-französischen Partnerschaft“. Das Verdienst kommt in beiden Gemeinwesen Frauen und Männern zu, die in Schulen, Familien, kulturellen und sporttreibenden Vereinen, in Verbänden oder als Privatperson die Bedeutung und den hervorragenden Stellenwert der deutsch-französischen Freundschaft für Europa erkannt haben. Wir beziehen darin gerne das Comité des liaisons internationales Chagny und den Internationalen Club Wissen e. V. ein, die als unermüdliche Motoren der Partnerschaft wertvolle Koordinationsaufgaben wahrnehmen.

Schon 1970 sprang die Partnerschaftsidee auf die Ortsgemeinde Birken-Honigessen, deren Grundschule und Vereine über. Jährliche Partnerschaftsbegegnungen, insbesondere der Schüleraustausch zwischen der Grundschule Birken-Honigsessen und dem Collège Ste. Marie Chagny, bilden seit dieser Zeit einen lebendigen und nicht mehr wegzudenkenden Zweig im Rahmen der Partnerschaft.

Stadtrat und Bürgermeister sehen mit Genugtuung, dass sich die Partnerschaft zwischen den Menschen, den Vereinen und Verbänden, den Schulen, hüben und drüben entwickelt und gefestigt hat. Die Kommunen werden ideell und finanziell fördernd tätig. Die freundschaftlichen offiziellen Kontakte bestehen selbstverständlich, halten sich aber im Übrigen bewusst zurück, um damit zu unterstreichen, dass dies in erster Linie einer Partnerschaft zwischen den Menschen beider Städte sein soll.

Der Stadt ist es ein hohes Anliegen, dass diese Jumelage auch in Zukunft weiter wachsen, ausgedehnt und gefestigt werden mögen.

Städtepartnerschaft Wissen - Letchworth Garden City

Bild vergrößern: Wappen Letchworth Garden City
Wappen Letchworth Garden City

Die ungefähr 60 km nördlich von London gelegene Stadt Letchworth Garden City (England, Grafschaft Hertfordshire) trägt die Bezeichnung „The world’s first Garden City“ und zählt heute ungefähr 30.000 Einwohner. Gegründet wurde die erste Gartenstadt der Welt 1903 nach den idealistischen Vorstellungen des Londoners Ebenezer Howard "auf der grünen Wiese" in der Grafschaft Hertfordshire. Die Idee des Gründers war die Gestaltung einer lebenswerten Stadt im Grünen, die die Vorteile der Großstadt auf das Land bringen sollte, nicht aber ihre Nachteile. Das Modell fand weltweite Beachtung und Nachahmung.

Ausgangspunkt der Überlegungen für eine Partnerschaft mit einer Stadt in England war das 10-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft Wissen - Chagny im Jahre 1979. Diese Partnerschaft hatte sich im Laufe der Jahre so gefestigt, dass man nun an eine Erweiterung nach England denken konnte, ohne Sorgen um den Bestand der französischen Partnerschaft zu haben.

Zu dieser Zeit unterhielt die Gemeinde Chagny bereits partnerschaftliche Beziehungen zur englischen Stadt Letchworth Garden City. Im Oktober 1980 wurde daher erstmals über eine mögliche Partnerschaft zwischen Wissen und Letchworth Garden City und damit über eine "Dreieckspartnerschaft“ nachgedacht. Der Hauptausschuss der Stadt Wissen beauftragte im November 1980 den damaligen Stadtbürgermeister, Herr Ottmar Scholl, erste Kontakte zur Stadt Letchworth Garden City zu knüpfen. In der Folgezeit kam es zu ersten offiziellen Begegnungen von Kommunalpolitikern beider Städte, aber auch der Internationale Club Wissen e.V. und sein englisches Pendant, der Partnerschaftsausschuss Letchworth Garden City, knüpften erste Kontakte. Darüber hinaus fanden bereits zwei Jugend-Fussball-Sportbegegnungen statt.

Nachdem bereits von englischer Seite die Bereitschaft zur einer offiziellen Städtepartnerschaft bekundet worden war, beschloss der Stadtrat Wissen am 11. April 1983 den Abschluss einer Partnerschaft mit Letchworth Garden City.

Damit wurde der Grundstein für eine bis heute erfolgreiche „Dreiecksbeziehung“ Wissen – Chagny – Letchworth Garden City gelegt. Der Festakt zum Abschluss der Städtepartnerschaft Wissen – Letchworth Garden City erfolgte am 28.05.1983 in der Stadionhalle der Zentralen Sportanlage Wissen. Der damalige Wissener Stadtbürgermeister, Herr Ottmar Scholl und der damalige Chairmann of The North Hertfordshire District Council, Councillor Mr. Geoffrey P. Woods, unterzeichneten im Beisein des damaligen Bürgermeisters von Chagny, Herrn Daniel Malingre, die Partnerschaftsurkunden.

Regelmäßige gegenseitige Partnerschaftsbesuche von Bürgern der Städte Wissen und Letchworth Garden City beleben bis heute diese aktive Partnerschaft.

Städtepartnerschaft Wissen - Krapkowice

Bild vergrößern: Wappen Krapkowice
Wappen Krapkowice

Unsere Partnerstadt Krapkowice (Polen, Oberschlesien) liegt an beiden Seiten der Oder inmitten der Wojewodschaft Oppeln. Krapkowice zählt heute ungefähr 18.000 Einwohner; hinzu kommen ungefähr 6.000 Einwohner, die in den umliegenden Ortschaften leben.

Anfänge der Stadtpartnerschaft

Im Juli 1997 wurde Krapkowice von einer verheerenden Hochwasserkatastrophe heimgesucht. Da zu diesem Zeitpunkt bereits erste partnerschaftliche Beziehungen zwischen dem Landkreis Altenkirchen und dem heutigen Kreis Krapkowice bestanden, startete am 17. Juli 1997 ein 15 Fahrzeuge umfassender Konvoi von Feuerwehr, THW und DRK in Richtung Polen, um in Krapkowice zu helfen. Teilnehmer dieser spontanen Hilfsaktion waren auch vier Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Wissen.

Schulpartnerschaft

Zurückblickend kann diese Hilfsaktion heute als Grundstein für die Städtepartnerschaft Wissen - Krapkowice angesehen werden. Daneben ist aber auch die Schulpartnerschaft zwischen dem Kopernikus-Gymnasium Wissen und dem Jan-Kilinski-Lyzeum in Krapkowice von besonderer Bedeutung für das Entstehen der Partnerschaft. So besuchten bereits im Juni 1998 erstmals polnische Schüler das Wissener Gymnasium.

Es folgte im Dezember 1998 der erste offizielle Besuch des Bürgermeisters der Stadt Krapkowice, Herr Piotr Solloch, in Wissen.

Nachdem im März 1999 die Schulpartnerschaft zwischen dem Kopernikus-Gymnasium und dem Jan-Kilinski-Lyzeum in Krapkowice offiziell durch Vertreter beider Schulen „beurkundet“ wurde, beschloss der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Wissen Anfang Oktober 1999 weitere Kontakte zwischen den Bürgern beider Gemeinden zu fördern. Bereits ein knappes halbes Jahr später, genau am 22. März 2000, fasste der Stadtrat Wissen den Beschluss, zwischen den Städten Wissen und Krapkowice eine Städtepartnerschaft zu begründen. Eine erste offizielle Delegation der Stadt Wissen besuchte daraufhin in der Zeit vom 12. bis 15. Mai 2000 Krapkowice.

Partnerschaftsurkunde und Partnerschaftsverträge

Bereits am 27. Mai 2000 wurden dann im Rahmen einer Festveranstaltung im Kath. Pfarrheim in Wissen die Partnerschaftsurkunden durch den Bürgermeister der Stadt Wissen, Herrn Michael Wagener und den Bürgermeister der Stadt Krapkowice, Herrn Piotr Solloch unterzeichnet.

Gleichzeitig wurde die offizielle Partnerschaft zwischen den Landkreisen Altenkirchen und Krapkowice begründet. Die Partnerschaftsverträge unterzeichneten die Herren Landräte Dr. Alfred Beth (Altenkirchen) und Joachim Czernek (Krapkowice).




Im Jahr 2020 konnte man auf 20 Jahre aktive Städtepartnerschaft zurückblicken. Pandemiebedingt mussten die Jubiläumfeierlichkeiten jedoch mehrfach verschoben werden. Diese wurden dann auf Einladung der Stadt Krapkowice vom 1. bis 3. Juli 2022 in Krapkowice nachgeholt. Im Rahmen eines Empfangs im Kulturhaus in Krapkowice unterzeichneten die Bürgermeister Berno Neuhoff und Andrzej Kasiura eine "Willenserklärung zur Fortsetzung der Zusammenarbeit".


Das Europäische Diplom

In Anerkennung der besonders lebendigen Städtepartnerschaften erhielt die Stadt Wissen am 29. Juni 2006 im Rahmen einer Verleihungszeremonie im Gebäude des Europarates in Straßburg das Europa-Diplom. Mit dem Europa-Diplom zeichnet der Europarat jährlich Städte und Gemeinden in Europa aus, die sich um partnerschaftliche Beziehungen besonders verdient gemacht haben.

Die Diplom-Urkunde hat folgenden Wortlaut:

Im Hinblick auf die Entscheidung des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und lokaler & regionaler Angelegenheiten vom 12. Mai 2006 und die Bemühungen der Stadt Wissen, den europäischen Gedanken zu verbreiten sowie die lobenswerte Art der Durchführung, wird das Europäische Diplom des Europarates für 2006 hiermit dieser Stadt verliehen.

Guy Lengagne, Vorsitzender des Unterausschusses des Europäischen Preises

Walter Schmied, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und lokaler & regionaler Angelegenheiten

Die europäische Ehrenfahne

Eine besonders wertvolle europäische Ehrenfahne, im ideellen und materiellen Sinne, wurde der Stadt Wissen durch den Beschluss des zuständigen Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Gebietskörperschaften der Parlamentarischen Versammlung in Straßburg am 17. April 2008 zuerkannt. Die begehrte Auszeichnung ist eine mit Gold bestickte und mit Goldfransen versehene Ehrenfahne. Sie wurde am 17. Mai 2008 dem Bürgermeister der Stadt Wissen im Rahmen des Festaktes anlässlich des 40-jährigen Partnerschaftsjubiläums der Städte Wissen – Chagny im Namen aller Bürgerinnen und Bürger der Partnerstädte Wissen, Chagny, Letchworth Garden City und Krapkowice verliehen. Die Ehrenfahne schmückt heute den Raum „Wisserland“ im Gebäude der Verbandsgemeindeverwaltung.

Impressionen aus der Stadt