Verbandsgemeinde Wissen
Die Verbandsgemeinde Wissen liegt in der überwiegend bewaldeten Hügellandschaft zwischen dem Westerwald und dem Siegerland. Sie umfasst das Gebiet der Ortsgemeinden Birken-Honigsessen, Hövels, Katzwinkel (Sieg), Mittelhof, Selbach (Sieg) und der Stadt Wissen. Geografisch grenzt die Verbandsgemeinde westlich an die Verbandsgemeinden Altenkirchen und Hamm (Sieg), nördlich an die Gemeinde Morsbach und Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg), östlich an die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain und südlich an die Verbandsgemeinde Hachenburg.
Statistik & geografische Lage
Fläche und Flächennutzung
Die Verbandsgemeinde Wissen hat eine Fläche von 91,48 Quadratkilometern.
Hiervon sind 56,4 % Waldfläche, 28,8 % Landwirtschaftsfläche, 13,2 % Siedlungs- und Verkehrsfläche, 1,4 % Wasserfläche und 0,2 % sonstige Fläche.
Einwohnerzahl
In der Verbandsgemeinde Wissen leben 15.383 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 30.06.2025, Haupt- und Nebenwohnungen), von denen 7.681 Frauen und 7.702 Männer sind.
Die Verbandsgemeinde weist folgende Altersstruktur auf:
|
Alter |
Anteil | |
|---|---|---|
| unter 20 Jahren | 18,42 % | |
| 20 bis 39 Jahre | 22,16 % | |
| 40 bis 59 Jahre | 26,74 % | |
| 60 bis 79 Jahre | 25,74 % | |
| über 80 Jahre | 6,94 % |
Die Bevölkerungsdichte liegt bei 168,2 Einwohner je Quadratkilometer.
Statistisches Landesamt
Sie haben die Möglichkeit, durch Anklicken des nachstehenden Links, statistische Informationen zur Verbandsgemeinde Wissen aus dem Portal des Statistischen Landesamtes zu beziehen:
Angaben des Statistischen Landesamtes
Geografische Lage
Die Verbandsgemeinde Wissen liegt in der überwiegend bewaldeten Hügellandschaft zwischen dem Westerwald und dem Siegerland. Sie umfasst das Gebiet der Ortsgemeinden Birken-Honigsessen, Hövels, Katzwinkel (Sieg), Mittelhof, Selbach (Sieg) und der Stadt Wissen.
Geografisch grenzt die Verbandsgemeinde westlich an die Verbandsgemeinden Altenkirchen und Hamm (Sieg), nördlich an die Gemeinde Morsbach und Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg), östlich an die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain und südlich an die Verbandsgemeinde Hachenburg.
Bürgermeister, Beigeordnete & Rat
Informationen zu dem Verbandsgemeinderat und den Ausschüssen der Verbandsgemeinde Wissen finden Sie in unserem Rats- und Bürgerinformationssystem.
Jugendvertretung
Jugendvertretung
Die Jugendvertretung der Verbandsgemeinde Wissen versteht sich als Sprachrohr und Interessenvertretung der Jugendlichen vor Ort. Ziel ist es, junge Menschen aktiv an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen zu beteiligen und ihre Anliegen sichtbar zu machen. Dabei steht die Förderung von Mitbestimmung, Teilhabe und Engagement im Mittelpunkt.
Ein zentrales Anliegen der Jugendvertretung ist es auch, die Jugendlichen da abzuholen, wo sie stehen. Durch eine enge Mitarbeit mit Schulen, Vereinen und bestehenden Jugendangeboten sollen möglichst viele junge Menschen erreicht werden. Die Jugendvertretung möchte Räume erschaffen, in denen Jugendliche ihre Meinungen einbringen können - unabhängig von Herkunft, Schulform oder sozialem Hintergrund.
Thematisch beschäftigt sich die Jugendvertretung unter anderem mit schulischen und außerschulischen Angeboten, Freizeitmöglichkeiten, Mobilität, Klimaschutz, Digitalisierung sowie die Vernetzung von Jugendlichen innerhalb der Verbandsgemeinde Wissen. Dabei geht es nicht nur um Kritik, sondern um die aktive Entwicklung von Lösungen und neuen Projekten.
Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau verlässlicher Strukturen. Dazu zählen regelmäßige Treffen, klare Zuständigkeiten und eine gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Verbandsgemeinderat.
Die Jugendvertretung fungiert als Bindeglied zwischen Jugendlichen, Politik und Verwaltung und bringt jugendrelevante Themen in Entscheidungsprozesse ein.
Darüber hinaus setzt die Jugendvertretung auf Austausch und Vernetzung - sowohl innerhalb der Verbandsgemeinde als auch mit anderen Jugendvertretungen. Workshops, Aktionen und Beteiligungsformate sollen Jugendliche motivieren, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.
Mit ihrer Arbeit leistet die Jugendvertretung einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der demokratischen Kultur in der Verbandsgemeinde Wissen und zeigt: Die Stimme der Jugend zählt und soll gehört werden.
Wappen
Seit dem 6. März 1935 führt das Amt Wissen ein Amtswappen.
Wappenbeschreibung und -begründung
Das Wappen versinnbildlicht die geschichtliche Entwicklung des Amtes Wissen. Durch die Sieg wird das Amt in einen südlichen Teil (Wissen links der Sieg) und einen nördlichen Teil (Wissen rechts der Sieg) geteilt. Wissen links der Sieg gehört mit Schloss und dem ehemaligen Amte Schönstein bis 1803 zum Kurfürstentum Köln. Daher im Wappenfelde oben das Wappen von Kurköln, das schwarze Kreuz in Silber. Nach dem Aussterben der Grafen von Arberg 1281 zieht Siegfried von Westerburg (Erzbischof des Erzbistums Köln) in das Schloss Schönstein ein. Der darauf folgende Streit um den Besitz von Amt und Schloss Schönstein wird 1299 dahin endgültig entschieden, dass das Schloss Schönstein nebst Zubehör "für alle Zeiten" an Kurköln fällt. 1589 erhält die Familie von Hatzfeldt von Kurköln Amt und Schloss Schönstein als Erblehen unter kurkölnischer landesfürstlicher Oberhoheit. - Wissen rechts der Sieg (der nördliche Teil) gehörte zur Herrschaft Wildenburg; daher im Wappen die drei Rosen der Wildenburger. Im Jahre 1418 stirbt das Geschlecht der Edelherren von Wildenburg mit dem kinderlosen Johann von Wildenburg aus. Da seine Schwester Jutta mit dem Ritter Johann von Hatzfeldt verheiratet ist, fällt das Wildenburger Erbe an die Familie von Hatzfeldt. Daher der Namen Hatzfeldt-Wildenburg. Seit dem Jahre 1815 war das ganze Amt Wissen preußisch; daher der schwarz-weiß gestreifte Rand des Wappens, die die preußische Herrschaft andeutet.
Geschichte
Überblick
Die Ursprungssiedlung im Rodungsbezirk am Rande der Kölner Erzdiözese wird 1048 der Wisnerofanc genannt und kam möglicherweise kurz vor 1200 an die Herren von Aremberg, Burggrafen von Köln. Nach deren Aussterben 1281 zog das Erzstift Köln das Kirchspiel Wissen links der Sieg mit der Burg Schönstein, heute allgemein Schloß genannt, als erledigtes Lehen ein. Der rechts der Sieg gelegene Teil des Kirchspiels blieb den Herren von Wildenburg. Mit Schönstein erwarb die Linie Werther des Hauses Hatzfeldt-Wildenburg auch Wissen links der Sieg als kurkölnisches Lehen. Nach dem nassauischen (1803) bzw. Großherzogtum Berg’schen (1806) Zwischenspiel wurden beide Teile des Kirchspiels 1815 unter preußischer Herrschaft vereinigt.
Verwaltungssitz
Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde ist die Stadt Wissen (Stadtrechte seit 19. April 1969), die zugleich die Funktion eines Mittelzentrums erfüllt und gewerblicher Entwicklungsort ist.
Wirtschaft
Die Wirtschaftsstruktur der Verbandsgemeinde war bis zur Stillegung der Eisenerzgruben 1964 einseitig vom Bergbau geprägt. Als Folge bildete die Montanindustrie einen gewerblichen Entwicklungsschwerpunkt. Bis zur Schließung 1993 war die Firma Krupp-Hoesch größter Arbeitgeber der Stadt. Das einst modernste Stahlwerk Europas wurde sukzessive stillgelegt. Ein Großteil der Fläche ist jedoch nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen als attraktives Gewerbegebiet ausgewiesen in dem sich auch mittlerweile eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen angesiedelt haben.
Städtepartnerschaften
Wissen, seit 1969 Stadt, pflegt eine rege Partnerschaft mit Chagny (Burgund, Frankreich), seit Mai 1983 mit Letchworth (Hertfordshire, England) und seit 2000 mit Krapkowice (Polen).
Die Ortsgemeinde Katzwinkel (Sieg) pflegt seit September 1995 eine Partnerschaft mit Kefferhausen und die Ortsgemeinde Mittelhof seit Mai 2003 mit Pietna (Polen).