Ortsgemeinde Katzwinkel (Sieg)
Die Ortsgemeinde Katzwinkel (Sieg) liegt im nördlichen Rheinland-Pfalz im Kreis Altenkirchen, zwischen dem Westerwald, Wildenburger/Bergischen Land und dem Siegerland.
Was in dem alten Bergmannsdorf an der Sieg, in dem bis 1963 Eisenerz gefördert wurde, alles möglich ist, haben die Menschen im letzten Jahr im Rahmen ihrer 525 Jahrefeier eindrucksvoll gezeigt. Hier hat Tradition Zukunft. Beispielhaft dafür steht die anstehende Sanierung des Schaustollens an der Barbara-Grundschule in Katzwinkel.
Die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde durch das Land Rheinland-Pfalz im Frühjahr 2019 gilt zudem als ein Grundstein dafür, dass die Weiterentwicklung der Gemeinde auch in touristischer Hinsicht gelingen kann.
Neben den Ortsteilen Katzwinkel und Elkhausen verleihen die vielen Gehöftgruuppen, wie Hönningen, Hecke, Alsenthal und Schönborn, der Segelflugplatz in Katzwinkel/Wingendorf sowie das naturnahe Erholungsheim "Arche Noah" in Marienberge dem liebens- und lebenswerten Ort seinen besonderen Reiz inmitten einer herrlichen Waldlandschaft.
Die auf Höhenzügen gelegenen Wanderwege, die zum Teil an überregionale Wanderwege (Natursteig Sieg) angeschlossen sind, führen durch weite Nadel- und Laubwälder und bieten dem Naturfreund Ruhe und Erholung.
Statistik & geografische Lage
Fläche und Flächennutzung
Die Ortsgemeinde Hövels hat eine Fläche von 7,87 Quadratkilometern.
Hiervon sind 59,2 % Waldfläche, 27 % Landwirtschaftsfläche, 11,1 % Siedlungs- und Verkehrsfläche, 2,5 % Wasserfläche und 0,1 % sonstige Fläche.
Einwohnerzahl
In der Ortsgemeinde leben 525 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 30.06.2025; Haupt- und Nebenwohnungen), von denen 257 Frauen und 268 Männer sind.
Die Stadt weist folgende Altersstruktur auf:
|
Alter |
Anteil | |
|---|---|---|
| unter 20 Jahren | 12,95 % | |
| 20 bis 39 Jahre | 21,59 % | |
| 40 bis 59 Jahre | 29,14 % | |
| 60 bis 79 Jahre | 28,57 % | |
| über 80 Jahre | 7,80 % |
Die Bevölkerungsdichte liegt bei 66,7 Einwohner je Quadratkilometer.
Statistisches Landesamt
Sie haben die Möglichkeit, durch Anklicken des nachstehenden Links, statistische Informationen zur Ortsgemeinde Hövels aus dem Portal des Statistischen Landesamtes zu beziehen:
Angaben des Statistischen Landesamtes
Geografische Lage
Die Ortsgemeinde Hövels ist eine der 5 Ortsgemeinden und der Stadt Wissen in der Verbandsgemeinde Wissen. Sie liegt also im Landkreis Altenkirchen und damit in der nördlichsten Spitze von Rheinland-Pfalz.
Zu ihr gehören die Ortsteile Siegenthal, Niederhövels und Oberhövels sowie die Weiler Wingertshardt, Niedergüdeln, Obergüdeln, Staade, Dasberg und Mühlenthal.
Der Ort ist etwa 90 km von Köln im Westen und 75 km von Koblenz im Südwesten sowie 35 km von Siegen im Nordosten entfernt.
Bürgermeister, Beigeordnete & Rat
Informationen zu dem Ortsgemeinderat und den Ausschüssen der Ortsgemeinde Katzwinkel (Sieg) finden Sie in unserem Rats- und Bürgerinformationssystem.
Wappen
Wappenbeschreibung
In Silber gespalten von einer aus dem Schildhaupt eingebogenen blauen Spitze, belegt mit einer eingebogenen silbernen Spitze, diese belegt mit gekreuzten schwarzen Hammer und Schlägel, vorn drei rote fünfblättrige heraldische Rosen mit grünen Kelchblättern und goldenen Butzen bordweis, hinten zwei grüne Ähren.
Wappenbegründung
Die roten Rosen auf silbernem Grund entstammen dem Wappen der freien Reichsherrschaft Wildenburg, zu der der nördlich der Sieg gelegene Teil der heutigen Verbandsgemeinde Wissen gehörte. Damals nannte man das Gebiet "Gericht und Kirchspiel Wissen rechts der Sieg". Es handelte sich dabei um ein kurkölnisches Lehen, das zunächst an das Haus Freusburg gelangte und im Wege der Erbfolge in den Besitz der Herren von Arenberg kam. Als sich dieses Haus im Jahre 1250 spaltete, erhielt Gerhard von Arenberg, Begründer der Linie Wildenburg, den nördlich der Sieg gelegenen Teil des Kirchspiels Wissen. Die grünen Ähren symbolisieren die Landwirtschaft, denn in der Ortsgemeinde bestehen noch 5 Voll- und mehrere Nebenerwerbsbetriebe. Das Symbol "gekreuzte Hammer und Schlägel" steht für die Bergwerbtradition in Katzwinkel. Über 140 Jahre wurde hier Bergbau betrieben, davon 127 Jahre im Erzbergwerk "Grube Vereinigung", welches am 30. Juli 1963 endgültig geschlossen wurde. Die blauen Trennungslinien symbolisieren die beiden Bauläufe in der Ortsgemeinde. Den Hüttenbach, der von Alsenthal kommend durch den Ortsteil Elkhausen fließt und den Bröhlbach, der von Altenweiher kommend durch den Ortsteil Katzwinkel fließt. Beide Bäche vereinigen sich in Nimrod. Diese blauen, sich vereinigenden Linien im Wappen sollen auch die Zusammengehörigkeit der Ortsteile Katzwinkel und Elkhausen zur Ortsgemeinde Katzwinkel (Sieg) darstellen.
Geschichte
Es ist nicht mehr nachzuweisen ob der Ort, so wie die angrenzenden Regionen in der Frühzeit entstanden sind. Es ist allerdings anzunehmen, so wie aus alten Landkarten und Schriften zu ersehen, dass dieses Gebiet in der Vorgeschichte von endlosen Waldflächen bedeckt war. Die ersten Spuren, die auf menschliches Siedeln hindeuten, führen uns zum Volksstamm der Kelten.
Schon 2000 v. Chr. sollen die Kelten im Rheinland gelebt haben. Keltischen Ursprungs sind auch die Namen Sieg, Sayn, Lahn und Westerwald. Auch aus der Keltenzeit stammen die Überreste der sogenannten Wall- oder Fliehburgen die auf steilen Berghöhen angelegt waren. So wurde von Zeitzeugen erzählt, dass man bei Rodungsarbeiten in den 20er Jahren des 19th Jh. auf dem westlichen Bergrücken zum Siegtal gelegene Mauerreste ausgegraben hatte. Es wurde zu dieser Zeit davon gesprochen, dass diese Reste aus der Zeit der Chatten herrühren, es wurde sogar die Frage gestellt ob dadurch der Name „Katzwinkel" entstanden wäre.
In der Mitte des 20th Jh. wurde im Wildenburger Land ein Getreidereibstein der aus der La Tene Zeit stammt gefunden. Nicht weit vom Ort Wippe entfernt sind Überreste einer Wahl- oder Fliehburg, eine für Kelten typische Schutzanlage gefunden worden. Da die Kelten auch Krieg führten, ihre Waffen durch die Eisenerzgewinnung aus Erz hergestellt wurden, ist anzunehmen, dass in unserem Gebiet schon von den Kelten Erz gewonnen wurde. In unserem Raum, in den Flusstälern der Sieg, Wied und Nister siedelten vor allem der Stamm der Sigamber, weiter östlich der Stamm der Chatten und im Unterlauf der Sieg die Usipeter an.
Aus diesen westgermanischen Stämmen entwickelte sich in der „ Zeit der großen Volkswanderung „ die Franken, welche später die Grundlage für das Fränkische Reich unter König Clodwig bildeten. Mit ihm (482 - 511 n. Chr.) veränderte sich auch die Grundbesitzverteilung. Während in der germanischen Zeit jedermann das von ihm bebaute Land sein eigen nennen durfte, konnte man nach fränkischen Recht kein Land mehr ohne ausdrückliche königliche Verleihung erwerben. Damit war der Grundstein für das jahrhundertelang währende Lehnwesen gelegt
Städtepartnerschaft Katzwinkel (Sieg) - Kefferhausen
Kefferhausen (Thüringen, Landkreis Eichsfeld) zugehörig zur thüringischen Verwaltungsgemeinschaft Dingelstädt, zählt heute etwa 800 Einwohner.
Ursprung der Partnerschaft
Die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen der Ortsgemeinde Katzwinkel (Sieg) und der Gemeinde Kefferhausen haben ihren Ursprung in der freundschaftlichen Beziehung zwischen den CDU-Ortsverbänden beider Gemeinden. Erste Kontakte wurden bereits im März 1990 anlässlich einer parteipolitischen Veranstaltung in Leinefelde geknüpft.
Nachdem sich in den Jahren 1990 bis 1994 durch gegenseitige Besuche die Beziehungen zwischen den Bürgern von Katzwinkel und Kefferhausen vertieft hatten, beschloss der Ortsgemeinderat Katzwinkel (Sieg) in seiner Sitzung am 27. Oktober 1994 die Gründung einer offiziellen Partnerschaft mit der Gemeinde Kefferhausen. Zuvor hatte sich die Gemeinde Kefferhausen schon für eine Partnerschaft ausgesprochen.
Beurkundung der Partnerschaft
In einem Festakt am 02. September 1995 im Schützenhaus Katzwinkel wurde die Partnerschaft dann offiziell beurkundet. Die Partnerschaftsurkunde unterzeichneten der damalige Katzwinkeler Ortsbürgermeister, Herr Horst Höhn und sein Amtskollege aus Kefferhausen, Herr Ewald Opfermann.
Eine weitere Ausfertigung der Urkunde wurde am 11. November 1995 im Rahmen einer festlichen Sondersitzung beider Gemeinderäte im Gemeindesaal in Kefferhausen unterzeichnet.
Die innerdeutsche Partnerschaft wird bis heute durch regelmäßige gegenseitige Besuche von Vereinen und Bürgern belebt.